DREI LÄNDER GIRO


Hier ein paar Worte von Jens zu diesem wunderbaren Rennen:

Ein paar unserer sportlichsten waren letztes Wochenende beim Radsportklassiker, dem Drei Länder Giro Nauders durch Österreich, Schweiz und Italien in seiner 19'ten Auflage. Auf den ersten 60 von 169 km ging's u.a. hinauf auf's Stilfserjoch (bzw. Passo dello Stelvio) und 2575 m ü.NN mit seinen berühmten 48 Kehren! Da hatten Jens und Florian und drei Mitstreiter aus Stuttgart auch schon einige der insgesamt 3300 Höhenmeter hinter sich. Das genaue Streckenprofil gibts hier.
Hier ein paar Worte von Jens zu diesem wunderbaren Rennen:
...der Stelvio mit seinen 2757m, das war schon ein wirklich großer Moment für mich den ich nicht mehr vergessen werde...Ich war noch nie mit dem Rad egal ob einem MTB oder nun mit dem Rennrad soweit oben! Ich habe aber nur kurz die Aussicht geniessen können...Ich war da schon etwas im "Robotermodus"...Trinkflaschen auffüllen, Windjacke an, Wasser lassen und noch auf einen Kumpel warten...leider kam und kam der nicht über die Kuppe gerollt...Shit, okay, weiter geht's...Die Abfahrt steht bevor inklusive einem gefährlichen Stück Naturstraße...da will man sich lieber keinen Platten reinfahren oder gar stürzen..
Ach ja, Florian musste ich schon zur Hälfte des Anstiegs zum Stelvio ziehen lassen, da er einfach am Berg 1-2km/h stärker ist...und nebenbei erwähnt fuhr Florian auch noch mit einer unglaublich harten Übersetzung von 11-23...da muss er einfach schneller fahren...
...Und dann ging es los... Abfahren wie bekloppt...aber konzentriert bleiben...bei den ganzen Spitzkehren und dem offenen Verkehr musste man höllisch aufpassen, dass man sich nicht verbremst bzw. nicht mit Motorradfahrern in Konflikt kommt...Bei Geschwindigkeiten von 80km/h und mehr ist das wahrlich kein Spaß mit offenem Verkehr (das Rennen war nämlich nur auf den ersten 25km so halbwegs vom Verkehr befreit gewesen)...
Zum Thema Berg abfahren....Einerseits ist es ja total Klasse, weil es eben Spaß macht wie Bolle einfach richtig schnell mit dem Rad zu fahren...aaaaber...es tat eben meinen bereits vom Aufstieg zum Stelvio etwas gestressten Oberschenkeln überhaupt nicht gut. Denn vor dem zweiten bevorstehenden Pass, dem Anstieg zum Ofenpass (nochmals fiese knapp 800hm am Stück mit kurzen zweistelligen Prozenten an Steigung) passierte es...an einem kurzen Gegenanstieg von nur einigen Metern im Dorf vor dem eigentlich Beginn....Peng, da ging mein rechter Oberschenkel blitzartig zu und verkrampfte...und es wurde sehr schwer für mich..Ich hatte somit meinen ersten von drei miesen Muskelkrämpfen bekommen...Ich musste somit kurz anhalten und unter heftigen Schmerzen schnell versuchen irgendwie den Krampf wieder aufzulockern...Es ging dann nach kurzem innehalten wieder weg..Es hat total genervt, weil ich erneut aus dem Rhythmus gekommen bin...und Rhythmus ist bei so einem Marathon alles...man muss die "Maschine" am laufen halten und bei Laune halten haha..Teilweise musste man auch einige Minuten an Baustellen warten weil die Straße auf kurzen Stücken einspurig wurde aufgrund von Beschädigungen von Steinschlag...Und das war auch nicht gut für meine Beine...es war zwar ideal zum Trinken und was Essen aber eben für meine Beine überhaupt nicht...
Krass auch die Story..der Erwin ein guter Kumpel aus Stuttgart hatte bei über 50km/h auf der Abfahrt vom Ofenpass einen Frontplatten...aber dank seiner guten Fahrtechnik ist er zum Glück nicht gestürzt, konnte den Schaden reparieren und weiterfahren....da gab es im Rennen gleich zu Beginn auf dem Weg vom Reschenpass hinunter auf der ersten Abfahrt ins Vinschgau ganz andere Bruchpiloten..Einen hat es gleich direkt bei einer sich zuziehenden Kurve direkt über die Leitplanke geschlagen und ist 5m tief mit Frontflip die Böschung runter geflogen...Junge Junge... Ein Glück sind wir von unserer Truppe alle unbeschadet ins Ziel angekommen!!
Florian ist das Rennen mit einer derb guten Zeit gefahren..in schlappen 6h 23min!!!...Ich bin eigentlich auch ganz zufrieden..mit einer Zeit 7h 17min inklusive den Zwangspausen und der Krampfbewältigungen.


Hier ein paar Bilder von der Rundfahrt, u.a. von Sportograf bzw. Uli Gerber.


















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