BRITISH COLUMBIA - OREGON

Heute ist mal ein bisschen mehr Zeit, die ich nutzen will, um die letzten vier Tage zusammenzufassen.

Als wir am 10. August aus Vancouver losgefahren sind gingen neun Tage mit haufenweise Freunden und neuen Freunden und wunderbaren Parties zuende. Am Abend vor der Abreise lief ein verhaengnisvolles Lied, was dazu fuehrte, dass ich unbedingt tanzen gehen wollte. Zum Glueck war Donnerstag, der Tag an dem woechentlich "Ting" im Hotel Astoria statt, die Dancehallnacht (was lustig ist, weil ich gerade in Astoria, OR, USA, bin). Unterwegs zum Laden hat Louise, unsere groszartige radpolospielende Gastgeberin, mir noch einen der amtierenden Bikepoloweltmeister vorgestellt.

Polo, was urspruenglich fest mit der Kurierszene verbunden war (die groszen Turniere waren immer waehrend Kuriermeisterschaften) hat sich innerhalb kurzer Zeit vollkommen selbststaendig gemacht. In Chicago habe ich Tucker Schwinn kennengelernt. Tucker ist ein Verwandter von Ignaz Schwinn, dem Menschen, der 1895 die Schwinn Bicycle Company gruendete! Den Kontakt hatte Brian unser Chicagogastgeber gemacht und Tucker hat mir ein geiles Cross-Single-Speedrad geliehen, als meins "verschwunden" war. Auf jeden Fall hat seine Familie nach dem Verkauf der Schwinn Company Waterford Precision Cycles, custom Stahlrahmen, gestartet und wenn ich das richtig erinnere hat Tucker einen Polorahmen mit den entwickelt. Ich hab so schoene Bilder, die aber noch auf der Kamera sind. Auf jeden Fall hab ich erfahren, dass es inzwischen regionale Qualifier fuer die Poloweltmeisterschaften gibt!!!

Zurueck nach Vancouver...

Den Rest schreib ich in Stichpunkten, sonst wird das hier nichts.

...wegen groszartiger Dancehallparty 2 Tage mit dem Korb im Rucksack statt am Fahrrad gefahren.

...erste Nacht unter einer Bruecke verbracht: total abenteuerlich, wunderbar!

...erste Etappe, von Vancouver nach USA war furchtbar, non-stop Verkehr bis zur Grenze, danach wars wunderbar!

...an der Grenze, Mr Anderson:"Oh, you have to ride back to the other boarder crossing, then you can come back here and talk to the guy on the other side of the counter". Schock! Was, ehrlich?! Mr. Anderson:"No, I'm just kidding with you..."

... zweite Nacht in Port Townsend: Kein Zimmer mehr frei. Zwei Telefonate einer Hotelreceptionistin und 10 Minuten spaeter stand Mick, ein pensionierter Ozeanograph, vor uns und hat uns alle 7 fuer die Nacht aufgenommen

...vorher: Gunter (deutsche Eltern) hat uns eine Karte mit billigen Motels auf eine Serviette gemalt. Helft ihm mit seinem Projekt

...nach dem ersten guten, harten Radtag (190km) um die Halbinsel Olympia von Port Townsend nach Forks, haben wir endlich das erste mal in einem der amerikanischen Motels gepennt.

Bis dahin. Anselm

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