ARBEIT IN SAN FRAN

Es ist erstaunlich wie unterschiedlich ein Job in zwei verschiedenen Orten sein kann! Obwohl ich erst einen winzigen Einblick in Arbeitsaltag von TCB habe ist schon klar, dass diese Arbeit kaum mit Berliner Kurierarbeit zu vergleichen ist. Es gibt kein Buero (traumhaft), was heiszt, dass alle verwaltungstechnischen Ablaeufe von jedem Einzelnen erledigt werden. Da beinahe ausschliesslich Essen transportiert wird entsteht im Laufe eines Tages eine imense Summe Bargeld, obwohl viel ueber Kerditkarte laeuft oder der Empfaenger beim Restaurant ein Konto hat. Selbst wenn eine Lieferung eigentlich bargeldlos ablaeuft, ist es ueblich Trinkgeld in bar zu bekommen, manchmal wird es aber auch mit der Kreditkarte oder dem Kundenkonto beim Restaurant verrechnet. Ich habe, wie gesagt nur einen winzigen Einblick in die Arbeitsweise und werde sie wahrscheinlich auch spaeter hier nicht naeher ausfuehren. Ich will nur sagen, wie unterschiedlich die Arbeit dadurch wird. In Berlin hab ich ein Funkgeraet auf dem werden Auftraege vorgelesen und alle Auftraege, die in meine Linie passen, versuche ich zu bekommen. Der Rest ist fahren, Unterschriften einholen und (fuer Fortgeschrittene) moeglichst viele Informationen bei der Abholung zu sammeln, alle Eventualitaeten, Sonderwuensche und Zeitvorstellungen betreffend (besonders wichtig!). Als "Youngblood" hab ich noch viel lernen und ist nach wie vor sehr aufregend fuer mich.

Die Trinkgeldkultur ist besonders in diesem Land. Bei jeder Dienstleistung wird 15-20% Trinkgeld erwartet, was im Endeffekt einen Groszteil des Einkommens ausmacht. Es ist im Endeffekt eine groszartige Steuerhinterziehung, die auf einem ungeschriebenen Vertrag basiert, der streng eingehalten wird. Als Lieferant von Essen und dem direkten Kontakt mit der Gelduebermittlung ist das Trinkgeld auch fuer die TCB Kuriere eine wichtige Einnhamequelle.

Das ist nur ein Teil eines laengeren Beitrags, den ich schreiben wollte. Bis jetzt gibt es schon viel Infos und Erkenntnisse. Aber zu wenig Zeit bis jeztz.

Schoene Gruesze. Anselm




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