MISSION ERFUELLT?!

Meine Zeit hier naehrt sich langsam dem Ende und im Rueckblick kann ich mit Freude und Stolz sagen, alles mit meinem kleinen Abenteuer erreichtg zu haben, was ich erreichen wollte. Ich war bei der CMWC (zumnidest bei dem Partys), hatte eine unvergessliche Zeit mit meinen Freunden, die uns noch naeher hat wachsen lassen, war Kurier in einer anderen Stadt als Berlin und war nun zwei mal total am Boden zerstoert und bin wieder aufgestanden!

Danke fuer dieses schoene Bild, Dinah!


Zerstoerung Nummer Eins:
Die Arbeit hier, ist wie schonmal erwaehnt sehr anders als dass was ich gewohnt bin. Ich war hier einige Tage sowas von ueberfordert, dass meine Leistung rapide gesunken ist. So weit, dass ich mit einem der Manager (hoert sich immer so komisch an, der ist auch ein Kurier) zusammen sasz, und er mir ganz klar ins Gewissen geredet hat, dass ich so wie ich die Tage davor gearbeitet habe nicht weiter arbeiten kann. Fuer mich war diese klare Ansage keine Ueberraschung, aber deshalb nicht einfacher zu verkraften. Noch schwiergier war fuer mich in diesem Moment meine eigene Ungewissheit, ob ich das Erwartete ueberhaupt leisten konnte. In dem Gespraech habe ich ganz klar gesagt, dass ich nicht genau weiss, ob ich dazu im Stande bin. Das war ein Tiefpunkt meiner letzten Jahre: Ich liebe diesen Beruf, und bin daheim in Berlin in meiner gewohnten Umgebung bin auch ganz gut darin. Ich defnieire mich teilweise ueber diesen Beruf und war davon ueberzeugt, dass er zu einem gewissen Grad auch nicht uebermaessig anspruchsvoll ist (je nahchdem wie gut und ausgiebig man ihn ausueben will). Nun sasz ich da, in eine "fremden" Stadt und war mir ploetzlich nicht mehr sicher, ob ich das, was ich liebe ueberhaupt kann!! Es war wirklich hart. Dazu kam mein schlechtes Gewissen (ich bin Meister im mir schlechtes Gewissen machen), dass ich das Team, was mich hier so gut behandelt und offen aufgenommen hat enttaeuscht habe. In dieser Verzweiflung habe ich mir sogar vorgestellt schnellst moeglich den Job hier in SF loszuwerden und irgendwo eine ruhige Kugel zu schieben... Hab ich natuerlich nicht gemacht :D Ich bin dran geblieben, hab ein paar meiner stressigsten Schichten, gegen ein paar gemuetlichere eingetauscht und mir langsam wieder Selbstvertrauen erarbeitet. Bis zum Montag vorletzter Woche. Ich hatte fuenf Doppelschichten (jeweils von 10 bis 22 Uhr) gut ueberstanden und in der etwas hektischeren Montagabendschicht mir auch bewiesen, dass ich sehr wohl das leisten kann, was gefordert ist!! Erleichterung! An dem Tag hat Lane "Aus der Zukunft"

He's from tha future!!!
seinen Abschied aus der Stadt gefeiert und ich bin nach der Arbeit zum Make-Out Room um ihn einen seiner groszartigen Karaokelieder singen zu sehen. Das war ein lustiger Abend! Leider hatte Lane schon gesungen, als ich auftauchte und war kurz danach auch schon auf ner Bank in der Bar eingepennt. An dem Abend habe ich dann Magharitas fuer mich entdeckt, lecker zu diesem Zeitpunkt (gerade moechte ich lieber kotzen als an irgendwas alkoholisches zu denken). Danach waren einige meiner coolsten Kollegen und Freunde noch im Dolores Park und haben dort Spass auf dem Kinderspielplatz gehabt, bis die Polizei kam. SCHAUKELN!!!! Wann warst Du das letzte mal schaukeln?! Wenn du nicht "gestern" oder "vorgestern" darauf antworten kannst mach folgendes: Check dein bevorzugtes Navigationsprogramm nach dem naechstgelegenen Spielplatz, schwing dich anschliessend SOFORT auf Dein Rad und nichts wie hin da! Schaukeln ist soooooooooooooooooooooooooo viel Spasz!!! Es ist so wunderbar! Neben Rennradfahren die Entdeckung dieses Trips.

Naja, die Polizei kam auf jeden Fall, Zach mault sich irgendwie, bricht sein Schluesselbein...

Zach, sonst immer sehr unterhaltsam!

Also latschen wir zum General Hospital, was ne Ewigkeit gedauert haben muss... Als wir endlich wieder raus sind: "YEAH!!!! Lets go to Sean's house and hang out!!" Total uebermuetig und wieder gut gelaunt (berichtete man mir im nachhinen) auf's Rad und Radspasz haben, bis ich meinen Kopf als Bremse fehlinterpretiert habe und mir einige Knochen in meinem Gesicht breche (Zerstoerung Nummer Zwei). LIEBE  MAMA, DANKE, DASS DU SO AUF DIE AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG GEPOCHT HAST!!!!!!! ICH LIEBE DICH!!! Auf jeden Fall habe ich neun Tage im Krankenhaus verbracht und bin um ein paar Stuecken Titan im Kopf reicher. Gute Nachricht: Alles wird wieder gut. Tragt einen Helm ihr Jungen Dummen Dinger!

Mit diesen beiden, weniger positiven Erfahrungen habe ich mehr als gehofft meine Grenzen ueberschritten und erweitert. Ich habe die beste Unterstuetzung einer international verknuepften Fahrrad- und Kurierszene am eigenen Leibe erfahren und kann getrost nach hause kommen.

Ich freu mich drauf. Beste Gruesze. Anselm








God bless America?

Dieses Schwinn aus den 70ern wurde noch in Chicago gefertigt. Ein Stueck wunderschoener amerikanische Fahrradgeschichte


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