VANCOUVER - SAN FRANCISCO #2/10

Die zweite Etappe der Tour hat uns dann an die Kueste gefuehrt, von der wir fuer die naechsten vierzehn Tage nicht mehr weg kommen sollten und wollten. Von unserem Nachtlager unter der Bruecke konnten wir uns gar nicht so leicht trennen, wie wir am Abend zuvor gehofft haben und so kamen wir wieder erst am Vormittag los. Der Weg fuehrte ueber hueglige und kurvige Straszen mit ertraeglichem Verkehr, entlang einiger schoener Seen und Wiesenlandschaften bis nach Keystone, wo wir die Faehre nach Port Towsend genommen haben.

Radroute 1845425 - powered by Bikemap 


Auf der Faehre von Keystone, Blickrichtung Port Townsend


Port Townsend ist eine schoen alte victorianische Kleinstadt, die sehr gut besucht ist, man sollte also unbedingt fuer einen Schlafplatz vorsorgen, was wir natuerlich nicht gemacht haben. Nachdem diverse liebenswerte Amerikaner, sie meisten mit deutschen Wurzeln, uns ihre Hilfe auf der Faehre angeboten haben, waren wir aber ueberzeugt eine Bleibe zu finden, bis wir dann vor dem dritten oder vierten Hotel saszen, dass gerade noch so in unserer Preislage war, unwillig wieder draussen zu schlafen, vor allem, weil wir fast alle noch erkaeltet waren, von der extremistischen Klimaanlage userer groszartigen Gastgeber im hitzegeplagten Chicago.

Gott sei Dank hatten wir Dinah dabei. Nachdem sie dann ein weiteres Mal mit der Rezeptionistin des Hotels sprach, Griff sie aus Mittleid zum Telefonhoerer. Der oder die Angerufene rief wiederum einen Freund an, der auch unser Freund werden sollte. Keine 15 Minuten spaeter kam der pensionierte Ozeanograph Mick angeradelt und lud uns alle sieben zu sich nach Hause ein!!! Can you dig it?!?!

Der groszartige Mick mit seine uralten Hund und wir!



An dem Abend hab ich es dann auch endlich geschafft, meinen Korb anzubasteln, den ich bis dahin auf meinem Ruecken transportiert habe...

An dem Abend kam es zu einem interessanten gruppendynamischen Prozess. Die verschiedenen Erwartungen und Konditionen in der Gruppe fuehrten zu unterschiedlichen Wuenschen, wie die Route am naechsten Tag zu waehlen war. Zur Auswahl standen der direkte Weg in Richtung Aberdeen, oder der vielversprechende und huegligere Umweg ueber die Kuestenseite der Halbinsel Olympia. Das Ergebnis war, dass wir uns fuer zwei Tage getrennt haben, was im Nachhinein ein sehr guter Kompromis war. Um keinen Preis haette ich die naechsten zwei Tage auf der Halbinsel missen wollen!

Die Routen aller 16 Tage der Tour sind auf Bikemap.net nachvollziehbar.




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