RUBBER SIDE DOWN? SHINY SIDE UP!

Amerika hat in den frühen 60er Jahren die globale Fahrradkultur geprägt. Mit Schwinns Sting-Ray wurde der fahrradgewordene Traum eines jeden Kindes geboren. Dass dieser Traum nur der Anfang eines eigenen Genres innerhalb des großen Fahrradkinos war zeigt die Veranstaltung Shiny Side Up, veranstaltet von Life Behind Bars, Inc., aus San Jose, Kalifornien.



Übrigens auch Sponsor der SF Bike Expo am 10. und 11. November.

Schwinn und das Sting-Ray waren mir auch schon vor meinem Amerikabesuch ein Begriff und im Keller meiner Mutter steht auch noch ein Rad mit Bananensattel. Wie schön diese Räder und die anderen Modell von Schwinn waren, wurde mir erst in Chicago, der Gründungsstadt der Marke bewußt.

Diese Sitzstreben sind einfach schön!

Schwinn Sting-Ray, Modell Apple-Krate, in SF

'Nuff said!

Leider hat die Marke in 2001 endgültig Bankrott gemacht und gehört nun zu einem seelenlosen Konglomerat. Ich hatte, wie schonmal erwähnt die Ehre Tucker Schwinn (der bei Sram arbeitet, wie geil ist das denn! 'Merica!!), einen echten Schwinn, in Chicago kennenzulernen. Und nicht nur das. Sein Onkel, Richard Schwinn, hat 1993 eine alte Schwinnfabrik in Warterford, Wisconsin gekauft und betreibt von dort aus Waterford Precision Cycles, handgemachte Stahlrahmen. Weil die Penner von US Ariways es verpeilt haben, mein Rad mitfliegen zu lassen (fliegt niemals mit diesen unfähigen, überteuerten Dummköpfen!), hat Tucker mir einen Singlespeed-Crosser mit einem der edlen Rahmen seines Onkels aufgebaut.

Tucker, Waterford und ich.

Vor allem in Chicago, aber auch in SF, fahren noch große Mengen der alten Schwinn Modelle rum, die, auch wenn viele in schlechtem Zustand, noch sehr schön anzusehen sind. Ein lebendes Zeugnis, für die überragende Qualität der damals gefertigten Räder, kann man in SF erleben: Junior, Radkurier länger als ich lebe, fährt seit Jahrzehnten auf seinem Schwinn Sapphire durch die Stadt!

Von hier mit Interview mit Junior
Allen, die sich für Schwinns Sting-Rays interessieren, oder sie einfach gerne ansehen, kann ich das Buch Schwinn Sting-Ray von Liz Fried empfehlen!


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