FAHRTWIND LADEN! WARUM?

Wir haben in der Vergangenheit immer wieder mal eine Auflage von Shirts gedruckt und zum Selbstkostenpreis weitergegeben. Unser Ansatz ist es je Entwurf immer nur eine geringe Stückzahl herzustellen. Wir siebdrucken alle Sachen selbst. All das machen wir in unserer Freizeit und nicht um Geld zu verdienen, sondern um unsere Idee zu materialisieren, unter die Leute zu bringen und damit unsere Umwelt ein bisschen mitzugestalten. Das macht Spaß und kostet Zeit. Um unseren Aufwand ein bisschen zu minimieren gab es die Idee einen Onlineshop ins Leben zu rufen. Es war ein kontroverses Thema zwischen uns und wir haben viel diskutiert. Das Ergebnis ist, dass wir einen Onlineshop starten. Nicht mit dem Ziel mehr zu verkaufen oder das große Geld zu machen, sondern in der Hoffnung ein bisschen weniger Arbeit mit der Verteilung und Abwicklung zu haben, die wir dann an anderer Stelle anbringen können.




Unsere Zusammenarbeit mit cyclecap hat dazu geführt, dass Jan von cyclecap uns gefragt hat, ob wir den Vertrieb seiner Produkte übernehmen würden, ohne von unserer Idee zu wissen. Ich war sofort dafür und nachdem wir auch das ausgiebig in der Gruppe diskutiert haben bin ich stolz zu verkünden, dass Fahrtwind und cyclecap Ihre Zusammenarbeit ausweiten und der Fahrtwindladen nun das offizielle Domizil der cyclecap-Distribution ist. Wir finden, dass Fahrtwind und cyclecap mit ihrem hohen Qualitätsanspruch und der Produktion bei den WERGO Werkstätten für behinderte Menschen gut zusammenpassen.

Wenn wider Erwarten doch Einnahmen entstehen, werden wir den Gewinn in Form von Stickern, Preisen, Verlosungen oder ähnlichen schönen Dingen an die Gemeinschaft weitergeben.

Der Laden ist ab sofort unter laden.fahrtwindberlin.de zu erreichen.






WAS WIR SIND

Wir möchten mehr Leute auf's Rad bringen! Wir organisieren Radtouren durch Stadt und Land. Wir bringen Menschen zusammen. Unsere Aktionen haben bei vielen von uns schöne Erinnerungen und ein Gefühl der Gemeinsamkeit hinterlassen, es sind Freundschaften entstanden, während wir eine offene Gruppe sind, die allen offen steht. Wir sehen Radfahren vor allem als Genussmittel, und Fahrtwind als Gruppe von Genießern.


FAHRTWIND from lukas panek on Vimeo.

Anfang 2012 ist Fahrtwind zwei Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass haben wie dieses Video gedreht. Zum Glück hat die Rad-Spannerei den Clip gepostet, wo er für unsere Verhältnisse eine enorme Resonanz bekam. In fast 50 Kommentaren entstand ein interessantes Bild aus Fremd- und Eigenwahrnehmung. Daher haben wir im Folgenden einige nennenswerte Auszüge aus den Beiträgen der Diskussion extrahiert und zum Teil noch einmal selbst kommentiert:

»Auf den (Rennrad-)Hype aufgesprungen«
Jein! Die größte Erkenntnis ist, dass jedes Rad seine Berechtigung hat!

»'Wir plakatieren halb Berlin mit den Fahrtwind-Rauten'-Aktion ein weiteres Indiz dafür, dass für euch neben dem Fahren der mediale Geltungsdrang mindestens genauso wichtig ist

»[...] sind die fahrradbezogene Variante der 'New Economy'«
Ja! Wir bieten eine Dienstleistung und ja wir sind voll im Internet und so. Aber wir arbeiten daran nachhaltiger zu sein, als das was hier wahrscheinlich mit New Economy gemeint ist. Außerdem wollen wir kein Geld von euch. Wir bieten zwar auch Sachen an, für die wir Geld verlangen, aber bis jetzt beschränkt es sich auf Not-For-Profit-Arbeit. Das heißt, wir holen uns die Unkosten wieder rein und wenn mal nen Euro übrig bleibt, dann investieren wir den in ein gemeinsames Bier oder neue Aufkleber.

»ziemlich kindisch«

»unsicher freihändig aus einer Flasche trinkend« 
Obwohl wir für einen rücksichtsvolle Fahrweise stehen, die uns selbst und vor allem andere so wenig wie möglich gefährdet, sind wir nicht immer vernünftig. Manchmal müssen wir dem Kind in uns nachgeben.

»Haben eine Zielgruppe«, »tolerieren Außenseiter mit Allerweltslenker und knalliger Beleuchtung«
Ja, wir versuchen tolerant zu sein und zu bleiben. Wir würden gerne noch viele verschiedene Menschen bei uns begrüßen können, aber, da wir vor allem das machen, was uns gefällt, können wir auch nur die ansprechen, die das, was wir mögen, anspricht.

»sehen Radfahren als Lifestyle- und Modeding, weniger als pragmatisches Verkehrsmittel« 
Ein Ziel ist es unter anderen noch mehr Leute auf's Rad zu bringen. Um das zu erreichen, versuchen wir anderen zu zeigen, wie schön und viel mehr als ein Verkehrsmittel Radfahren sein kann.

»überquillen mit hipstereskem Lifestylekram«
Wir finden Radfahren schön. Und wir machen schöne Sachen.

»heterogene Gruppe, aber eher Radfahrer eines Typuses«
Wir ziehen bis jetzt eher Typen an, die wie wir sind. Das ist gut. Aber hoffentlich können wir auch mal ein paar ADFC-Mitglieder für uns gewinnen.

»[Kulturkonflikt:] fahren nach Paris - mit dem Auto«
Wir versuchen ökologisch und verantwortlich zu handeln. Allerdings ist das nicht unsere höhste Priorität. In dem Fall war es Spaß am unbeschwerten Radfahren.

KOMPLEXE

Als ich im Spiegel laß, dass die Gebühren für das Falschparken erhöht werden sollen, mit der Ausnahme des Parkens auf dem sogennanten Fahrradschutzstreifens (der Radweg, der auf die Straße gemalt ist) habe ich ohne die Aussagen zu überprüfen meinem Wut auf eine für mich nicht unbedingt typische Weise Luft gemacht und auf unserer Facebookseite einen von vor allem Emotionen gesteuerten kurzen Text veröffentlicht. Viel Zustimmung gab es dazu. Und zum Glück auch die Erinnerung an Sachlichkeit vom BikeBlogBerlin. Unabhängig von dieser Diskussion und der ausstehenden Bestätigung der Spiegelmeldung will ich hier einen ganz persönlichen Text veröffentlichen, den ich schon lange mal los werden wollte.

Ich habe Minderwertigkeitskomplexe als Radfahrer in diesem Land. Meine geringe Aufmerksamkeitsspanne und meine aufgestaute Wut über an meiner Realitaet vorbei gestalteter Politik hindern mich häufig daran genug Wissen anzueignen um eine unterrichtete Entscheidung oder Meinung zu bilden. Ich nutzte meine unmittelbare Wahrnehmung und Erfahrung um meine Meinung zu bilden und Aussagen zu treffen.

Der Albtraum eines jeden Fernradfahrers.


Was ich wahrnehme ist, dass Geld zum Ausbau der Fahrradinfrastuktur in diesem Land immer weiter  drastisch verringert wird, während in Berlin eine Autobahn in die Stadt hineingebaut wird, während es Beweise gibt, dass der Bau neuer Straßen und der Ausbau für noch mehr Autos nur zu einem führt, nämlich mehr Autos ("Wer Straßen sät, wird Verkehr/Staus ernten"). Dazu kommt, dass ich täglich auf Berlins Straßen unterwegs bin und mich häufig diebisch freue, wie dumme Menschen (Achtung Emotionen!) Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, wieder ihre tonnenschweren, überdimensionierten, staatlich subventionierten, dreckigen Maschinen begnügen um sie durch verstopfe Straßen zu stop and go'en. Meine Schadenfreude ist ein sehr schwacher Trost, wenn ich wieder einmal Zeuge eines Beinaheunfalls beim achtlosen Rechtsabbiegen werde oder einer dieser Menschen plötzlich vollkommen unnötigen ihr akustisches Warnsignal benutzten. Sei es, weil sie der Meinung sind, dass der Typ, der die Maschine vor ihnen operiert, nicht schnell genug auf die grüne Ampel reagiert oder sie ihrem Nebenan mitteilen wollen, dass das zuletzt ausgeführte Manöver ihrer Meinung nach nicht regelkonform war oder sie vielleicht  in ihrem eigenen "Recht" beschnitten hat. Was ich damit sagen will, es muß sich nichtmal an den akustisch ungeschützen Radfahrer (oder Fußgänger) richten, der dann wieder einmal Opfer eines Stressors geworden ist, der viel zu häufig auftritt und inflationär als Kommunikationsmittel missbraucht wird, während die Hupe doch zum anzeigen einer Gefahrensituation vorgesehen ist (oder lieg ich da falsch?).

Dazu kommt, dass auch nach über 10 Jahren deutsche Schnellzügen (ICE) der vom Bund subventionierten Deutschen Bahn immer noch keine Fahrräder mitgenommen werden können.

Herr Ramsauer. Jo, der Typ ist verdammt falsch.


Eine weitere Quelle meiner Wut ist, dass in Berlin jährlich Radfahrer sterben (vor allem an Rechtsabbiegern) während der ADFC zusammen mit der Springerhetze, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Herr Ramsauer) eine "Toleranzkampagne" startete. Ich bin für Toleranz. Jedes Mal, wenn ich wegen einer Hupe direkt neben mir zusammenzucke, versuche ich mir zu sagen "Der/die weiß wahrscheinlich gar nicht, was das mit mir macht" oder "die nehmen die Welt bestimmt ganz anders wahr, und haben gerade eine Gefahrensituation gesehen" und wenn innerhalb eines Tages der zehnte viel zu eng an mir vorbeirauscht, um dann 10 Sekunden länger an der roten Ampel zu stehen versuche ich wieder einfach nur tief durchzuatmen und zu lächeln. Und ich sehe niemanden in der Öffentlichkeit, der in meiner Relität lebt oder versucht zu sie zu verbessern.Stattdessen wird Berlin von der Presse als Fahrradstadt ausgerufen... Entgegen meiner spontanen Reaktion auf die Bierdosen-Toleranzkampagne, aus dem ADFC auszutreten, fordere alle Radfahrer auf Mitglied im ADFC zu werden. Sicherlich ist nicht alles gut, was da passiert. Das ist wahrscheinlich bei einem so großen Verein kaum möglich. Aber egal wie man über die Arbeit des ADFC' denkt, finde ich es wichtig unserem stärksten Interessenvertreter, unseren besten Lobbyarbeitern, mehr Macht zu geben. Und das können wir durch bloße Mitgliedszahlen ganz einfach schaffen!

Die beste Antwort auf diese Zeilen ist wahrscheinlich: "Beweg deinen Arsch, organisier" dich, geh in die Politik, starte was." Meine Antort: "Nein danke! Soll doch die Spitzenpolitik sich weiter von der Autolobby beherschen lassen. Ich versuche so vielen wie möglich meine Realität und Verbündete finden, denen es ähnlich geht, in der Hoffnung, dass wir irgendwann die Mehrheit sind."

Dieser Text ist ein Produkt meiner persönlichen Gedanken und Gefühle. Die stehen nicht zwangsläufig stellvertretend für alle Fahrtwindorganisatoren.

Schöne Grüße und bis später auf den Straßen unserer wunderbaren Stadt. Anselm 

Vollgepartker Fahrradschutzstreifen. Jeden Tag in Berlin ist das ein bevorzugter Parkbereich.
 

SUNDAY RIDE!

Juchu!! Wir freuen uns auf einen weiteren und total entspannten Ride. Alle sind willkommen! Alle Fahrräder, alle Lebenwesen und Lebensformen.

Wir fahren zum ehemaligen Flugplatz... Nicht Tempelhof! Es wird schön und verkehrsarm :)

Wir are riding to the former airfield... Not Tempelhof! It will be nice and calm :)


Facebook Event



Flyer von Marcel Formfatal!

FRÜHJAHRS-HERAUSFORDERUNG - NEUER TERMIN

So, Freunde des gepflegten Radfahrens. Ein neuer Termin für unsere Tour zum Friedensfahrtmuseum muß her. An dem geplanten Wochenende ist leider Pankt Saulopoly und das kann sich keiner entgehen lassen. Zur Auswahl stehen zwei Termine. Beide von Samstag bis Montag.

13.-15. April oder 27.-29. April

Abstimmen kann man hier. Bitte nur abstimmen, wenn du auch wirklich mitfahren willst.

Bei Fragen einfach ne Email an info@fahrtwindberlin.de

KING VON BERLIN UND DAS WOCHENENDE

Diesen Samstag (morgen) ist es soweit. Das erste Rennen der Renn-/Alleycatserie. Das Valentinsrennen startet um 19:00 Uhr am Hackeschen Markt. 

Facebook Event
King von Berlin Gruppe auf Facebook


Für die Serie hat ein gewisser Mr. Lafont einen kleinen Drum'n'Bass-Mix gebastelt




Aber es gibt noch viele andere lustige Dinge zu erleben dieses Wochenende!

In Leizig findet das Rofftop Race statt. Nur 20" Räder auf einem kleinen Rennkurs in einem Dachstuhl. Hört sich SEHR gut an! Einladung leider nur durch Freunde der Eingeladenen. Aber schaut euch das an. Sehr geil!



In Berlin gibt's den vierten Lauf und das Große Finale des Klaus-Störtebecker-Gedächtniscups vom Eisenscheinkader. Vielversprechend! Auch Samstag. Um 12:00, Sigridstraße Ecke Schneeglöckchenstraße (Volkspark Prenzlauer Berg). http://eisenschweinkader.org/archives/2013/02/07/ksgc-20122013-4-lauf-und-groses-finale/ 

Die letzte Empfehlung ist auch aus Berlin. Das Smart Deli in der Chausseestr. 5 feiert ihren 11. Geburtstag von 12:00 bis 22:00 Uhr. Hervorragendes japanisches Essen. Verkleidete Besucher bekommen ein Geschenk. FB Event

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende!

WINDY THURSDAY - RETROSPECT

Ach, das war sehr schön! Seit einigen Rides kam immerwieder die Idee auf, nicht in der Stadt, sondern einfach aus der Stadt rauszufahren. Aber irgendwie hab' ich das nie umgesetzt. Zum Glück gibt es mutigere Organisatoren als mich. Die Strecke, die Jost für den letzten Donnerstag ausgesucht hat, hat mich auf den ersten Blick ganz schön abgeschreckt. So lang? So weit raus? Da kommt doch keiner. Und von denen, die kommen kommt keiner bis zum Schluss mit. Es waren einige Leute am Start und ja, wir haben ein paar Fahrer_innen verloren, allerdings vor allem durch eine kleine Welle von Platten am Anfang der Tour. Schade, dass keine Frau Bock hatte auf die Flickerei zu warten, sodass wir, als der Spaß begann nur noch Jungs waren. Fazit des Abends ist auf jeden Fall mehr solcher Strecken zu fahren. Es macht einfach riesig Spaß ohne Ampeln und ohne Verkehr zu fahren und man kann bedeutend höhere Geschindigkeiten in der Gruppe bewältigen und sich noch unterhalten. Perfekt! Danke nochmal an alle, die da waren.

Gefahrene Route: www.komoot.de/tour/windy-thursday/r625623

Alle Fotos von Markus http://www.heineimaging.de/ und http://blnphoto.tumblr.com/


Freie Fahrt
Flickerei
Großziethen Kreisverkehr


WINDY THURSDAY

Diesen Donnerstag, 7. Februar, um 20:00 am Hausvogteiplatz. "Von Punkt zu Punkt"-Modus.
This Thursday, Feburary 7th, at 8pm at Hausvogteiplatz. From point to point mode.

Die Strecke/the course: http://www.komoot.de/tour/windy-thursday/r625623